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Mit "Amarok" hat sich Oldfield
eine anachronistische Rückbesinnung auf seine Anfänge
geleistet. Wie auf "Tubular Bells" oder
"Ommadawn" macht er (fast) alles selbst, unter
der Soundregie von Tubular-Tontechniker Tom Newman. Eine
Stunde lang jagt eine Idee die nächste, als wolle der
Wahlschweizer partout der Gefahr des Eigenplagiats
entkommen. Statt einer großen, womöglich romantischen
Linie zu vertrauen, ergeht er sich in pseudooriginellen
Spielereien bis hin zum Einsatz von Löffelbesteck und
Zahnbürsten. Wenigstens scheint´s Spaß gemacht zu
haben. (aus Kurier am Sonntag)
Die Ankündigung macht neugierig: Mike Oldfield auf den
Spuren von "Tubular Bells" verkündet die
Plattenfirma stolz. Geflunkert ist das – zumindest was
die äußeren Umstände betrifft – gar nicht mal. Tatsächlich
nahm der britische Multiinstrumentalist nach seinen Ausflügen
in die Welt der eingängigen Popsongs wieder eine 60minütige
Suite auf und spielte dabei alle Instrumente selbst. Und
auch "Amarok"-Produzent Tom Newman saß schon
neben Oldfield, als der seine Klassiker in den 70er Jahren
einspielte.
Doch da enden auch schon die Gemeinsamkeiten.
"Amarok" klingt wie eine Inhaltsangabe für die
kommenden zehn Mike-Oldfield-Alben. Aus mehr als 50 Ideen
stückelte der Tüftler seine Suite zusammen. Mal klappern
Gabeln, dann quietscht eine Heavy-Gitarre. Zähneputzen
– wahrscheinlich von Oldfields Nachwuchs – ist ebenso
verewigt wie das Surren von Kinderspielzeug.
Musikalisch spannt Oldfield seinen Bogen gleich um die
ganze Welt: Er läßt einen Chinesen in den Wilden Westen
ausreiten, beschwört andalusisches Temperament, setzt
eine irische Folkweise daneben und landet schließlich in
Indien. Nach welchen Kriterien er diese wirren Fetzen –
zwischen fünf Sekunden und bestenfalls zwei Minuten –
zusammensetzte, bleibt sein Geheimnis. Sicher, manche
Melodie ist hübsch; oft bleibt dem Rezensenten vor lauter
nervender Plärrerei aber nur der Griff zur Stoptaste. (Kai
Holoch)
Mike Oldfield kehrt mit "Amarok" zu seinen
Anfängen zurück. Vernarrt, verliebt, versunken,
verliebt, vernarrt – Tagesnächtetage im hauseigenen
Studio. Wieder ist er das losgelöste Kind, das seine Welt
schafft. Ein bißchen hart, ein bißchen zart, ein bißchen
Mozart, wieder ganz Oldfield. Mit der infantilen
Unbesonnenheit des Genies in einer keltischen Kneipe.
(aus Junge Welt)
So lebendig und verspielt klang Mike Oldfield nicht
mehr seit 1975, als er mit "Ommadawn" seine
vorerst letzte Konzeptplatte veröffentlichte. Und an die
alten Zeiten knüpft der britische Multi-Instrumentalist
auf dem neuen Album auch an: Ein suitenartig aufgebautes
Stück breitet sich auf der ganzen CD aus – eine Stunde
lang puzzelt der Brite Stilzitate aus Bombastrock, Folk,
Barock und Flamenco zu originellen Klangbildern zusammen
und läßt unter anderem einen 60köpfigen Zulu-Chor
durchs Arrangement marschieren. (aus Audio)
Über "Amarok" können Mike Oldfield-Fans
eigentlich nur jubeln. Denn schon lange nicht mehr hat
er sich so experimentierfreudig gegeben. "Amarok" ist
ein suitenartiges Werk, bei dem Oldfield alle
Instrumente - von der Plastikpfeife bis zur Mandoline -
selbst spielt. Ein einstündiger Traum, aus dem man nur
ungern erwacht. (aus Freundin)
Er zählt unbestritten zu den
innovativsten Musikern unter den zeitgenössischen
Künstlern. Diesmal kehrt Mike Oldfield mit "Amarok" zu
seinem musikalischen Ursprung zurück. Das Werk ist
suitenartig angelegt und präsentiert 60 Minuten lang die
einzigartige Welt des M. O. Neben Konventionellem wie
Gitarre, Mandoline und Klavier setzt Oldfield für sein
neues Album auch Klänge aus dem alltäglichen Leben ein.
Dazu gehören Gabeln, Kinderspielzug und sogar ein Glas
Wasser. Auch ein Zulu-Chor macht mit, dessen
Kirchengesang Oldfield wie ein Instrument einsetzt.
(aus Karstadt Music News)
Der Herr
der Instrumente rief seinen Jünger Michael Oldfield zu
sich und befahl ihm: "Nimm endlich wieder ein
Instrumental-Album auf - wie damals dieses 'Tubular
Bells'." Mike setzte sich hin, holte die Gitarren raus,
stöpselte den Sampler ein und tat wie ihm geheißen:
Übereinandergetürmte Klänge mit abrupten Tempiwechseln
reichern einen Soundsalat aus Pop-, Heavy- und
Folkzutaten an. Mike Oldfield fiedelt, wuselt und
friemelt wie in alten Zeiten, nur daß damals viel mehr
mit der Hand gemacht werden mußte. Dafür gibts heute das
gesampelte Zähneputzen seines Nachbarn zu hören. Auch
ein Fortschritt.
Der Rest ist purer Stoff für Nostalgiker. Sogar ganze
Teile hat der gute Mike aus "Tubular Bells" recycelt.
Und der Produzent/Toningenieur Tom Newman wurde auch
gleich wieder verpflichtet. Soweit ist alles klar. Aber
was bedeutet der Titel "Amarok"? Antworten bitte an die
Redaktions-Adresse. Es werden nur ernstgemeinte
Zuschriften veröffentlicht. (unbekannte Quelle)
Auf seiner neuen Platte geht Mike Oldfield zurück zu
seinen Wurzeln: Verinnerlichte Sounds (flöt! zirp!
zwitscher!), die nicht gerade zum Nebenbeihören geeignet
sind. Der Meister spielt 63 verschiedene Instrumente,
ein 60köpfiger Zulu-Chor kommt zum Einsatz und das
Ergebnis ist ein wahres Fest für Hifi-Freaks. Vorsicht
mit der Lautstärke: Der enorme Dynamikumfang könnte
manchen Lautsprecher abrauchen lassen. (aus Soundcheck) |