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Collection

Rezensionen

Beide verschafften Virgin in frühen Tagen künstlerische und kommerzielle Erfolge: Mike Oldfield vor allem mit "Tubular Bells", der ersten Virgin-Platte überhaupt (1974), und Peter Gabriel mit seinen diversen Soloalben (ab 1977). Mittlerweile sind beide künstlerisch und kommerziell erlahmt, weshalb Anthologien und Hitsammlungen das Loch stopfen sollen. In diesen Retrospektiven zeigt sich bei beiden ein fataler Hang zu Pathos und Kitsch. Vor allem Oldfield hat es an Geschmacklosigkeiten nicht fehlen lassen. Auf der nunmehrigen Doppel-CD werden seine orchestralen Verfehlungen ("In Dulci Jubilo" oder "Pran's Theme" von "Hergest Ridge") genauso gnadenlos dokumentiert wie - neben erfolgreich eingängigen Hits à la "Moonlight Shadow" oder "Shadow On The Wall" - allerlei Unsäglichkeiten fürs Formatradio (z. B. "Islands" mit Bonnie Tyler!).

Peter Gabriel hat es so wild nicht getrieben und von "Solsbury Hill" über "Biko" bis "Sledgehammer" eine Anzahl erklecklicher Hits abgeliefert, die freilich mitunter auch triefend breit geraten (etwa "Don't Give Up" mit Kate Bush oder "Here Comes The Flood" - da kommt sie wirklich!).

Bei vorliegender CD handelt es sich um die "geremasterde" Version eines Albums, das bereits 1990 erstmals veröffentlicht wurde. Noch gibt sich Gabriel mit seinen verdienstvollen Tätigkeiten als Studiobetreiber, Producer und Talentescout nicht zufrieden: im September soll ein neues Album erscheinen. Oldfield "beglückt" uns bereits im Juni mit einer "Novität". (aus Wiener Zeitung)