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Es war die erste und für viele Fans die
beste Langrille von Mike Oldfield. Es war die erste LP,
die Jung-Unternehmer Richard Branson auf seinem neuen
Virgin-Label veröffentlichte - sie macht ihn und den
Hippie Oldfield zum Millionär. 25 Jahre und zehn
Millionen verkaufte Einheiten später beglückt uns nun
die remasterte Jubiläums-Ausgabe der "Tubular
Bells". Es gab die legendären Instrumental-Teile als
normale LP, im Vierer-Vinyl-Pack "Boxed", als
schludrig überspielte CD-Erstausgabe, als einigermaßen
tauglich überarbeitete Dreier-CD "Boxed", mal
ganz abgesehen von einer Orchesterversion und einem
Zweitaufguß von Oldfield 1992. Der leidgeprüfte
Rezensent kann jetzt aufatmen - süßer die Röhrenglocken
nie klangen. Aber bitte, liebe HiFi-Gemeinde, erwarten Sie
kein highendiges Juwel. Schließlich brauchte
Alleinunterhalter Oldfield, der bis auf Schlagzeug,
Kontrabaß, Flöte und Gesang alle Klänge erzeugte, schätzungsweise
2000 Overdubs, bis die knapp 50 Minuten vom 16-Spur- aufs
Masterband überspielt wurden. Brummen und Rauschen fielen
der digitalen Kur nicht restlos zum Opfer. Doch der ehedem
zittrige, fast glasige Ton vor allem der akustischen
Instrumente (Grand Piano, Acoustic Guitar) hat deutlich an
Körper gewonnen. Auch die Dynamik legte, bei kaum höherem
Überspielpegel, etwas zu. Die berühmten Einwürfe der
Farfisa-Orgel in das hypnotische Eingangsthema kommen
knackiger, der erste Einsatz der E-Gitarre nach etwas über
vier Minuten erheblich saftiger. Ein gewichtiges Argument
für die zartgolden eingefärbte Jubiläums-Ausgabe ist zu
guter Letzt das 32seitige Booklet. (aus Stereoplay) |