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Tubular Bells III

Rezensionen

Der Klangarchitekt Mike Oldfield meldet sich mit einem dritten Teil von "Tubular Bells"  zurück. Der Musiker versucht mit dem Album den Sound der 70er und 80er Jahre mit dem der 90er zu verbinden. Er vermischte seine typischen Glocken-Klänge mit Ibiza-Techno-Beats und erzeugt damit stellenweise extrem spannende Momente. Mit dem einzigen echten Pop-Song "Man In The Rain" beschwört Oldfield seinen 80er Jahre Hit "Moonlight Shadow". Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, nicht einfach den dritten Teil von "Tubular Bells"  zu hören, sondern die Essenz des ganzen Schaffens von Mike Oldfield. (aus Libri Journal)


Als 1973 "Tubular Bells" auf den Markt kam, revolutionierte Mike Oldfield die Musikwelt. Heute – 25 Jahre später – erscheint bereits der dritte und letzte Teil dieser Trilogie. "Tubular Bells III" vereint das unverkennbare Glockenspielthema perfekt mit modernen Grooves. Zusätzlich gelingt es Oldfield auch im Vokalbereich, perfekt an Hits wie "Moonlight Shadow" oder "Five Miles Out" anzuschließen. Die Single "Man In The Rain" ist bereits jetzt im Ö3 Dauereinsatz. (aus Austria Top 40)


Aller guten Dinge sind drei. Zum 25jährigen Karrierejubiläum gehen Mike Oldfields "Tubular Bells" in die nächste Runde. War die zweite Auflage vor fünf Jahren noch eine moderne Kopie des legendären Originals von 1973, so ist dieses Album eher ein Streifzug durch alle Schaffensperioden des Wahl-Ibizianers. Ein bißchen "Moonlight Shadow" (jetzt "Man In The Rain"), etwas New Age, Ambient, Flamenco, Bombastisches und Filigranes, Kitsch und Kunst – mal zeitgemäß, mal archaisch inszeniert – kurzum: im Rausch der Töne (aus Audimax)


Der introvertierte englische Tüftler Mike Oldfield feiert sich auf seiner neuen CD selbst. 25 Jahre nach den virtuosen Spielereien mit der ersten Ausgabe der "Tubular Bells" bastelt Oldfield weiter an seinem Erfolgsthema, zitiert auch andere Hits wie "Shadow On The Wall" und läßt spirituelle Eindrücke seiner neuen Heimat Ibiza einfließen. Bei "Serpent Dream" kombiniert er kühle Keyboards mit Flamenco-Rhythmen. Oldfield nutzt bei seinem Sound-Tüfteleien eine breite Palette von House, Ambient und Ethno, bis hin zu Pop, Folk und Rock. Das wirkt manchmal zwar etwas bemüht, driftet aber nie zu weit in experimentelle Sphären ab. Für Oldfield-Kenner bringt "Tubular Bells III"I allerdings wenig Neues. "Man In The Rain" klingt wie die Fortsetzung des größten Hits "Moonlight Shadow", und einige Sounds erinnern sogar an seinen Insel-Kollegen und Produzenten Michael Cretu. (aus SWR 3-Clubmagazin)
 


Nach einigen Enttäuschungen macht das jüngste Oldfield-Werk wieder richtig Spaß. Die altbekannte, singende Gitarre wird in ein zeitgemäß modernisiertes Sound-Umfeld aus moderaten Techno- und Ambient-Anklängen gestellt, alte Melodie-Ideen nicht billig recycelt (wie auf dem unsäglichen "Tubular Bells II"), sondern in die Moderne transformiert.

Nur "Man In The Rain" (als hätte er diesen Katastropen-"Sommer" vorausgeahnt) hat Text und erinnert nicht nur wegen der wie ein Maggie Reilly-Klon klingenden Sängerin Cara (erfreulich) an "Moonlight Shadow". Das Booklet ist zwar künstlerisch ansprechend, aber wenig informativ.

Saubere, selbst bei den Drumsounds nicht mehr so steril wie zuletzt klingende Arbeit aus dem Heimstudio auf Ibiza. (aus Wetzlarer Neue Zeitung)


Nicht nur sein jüngster "Akte X"-Remix zeigt´s: Nach schwerer Schaffenskrise Anfang der 90er ist der englische Mastermind wieder da. Noch einmal greift er das unsterbliche "Tubular Bells"-Thema auf und variiert es. Doch zum Glück verläßt sich Oldfield nicht nur auf (wie immer ausgezeichnetes) Klanggetüftel, sondern schreibt wieder Musik mit Substanz. So fällt auch sicher wieder ein Hit vom Kaliber "Moonlight Shadow" ab - "Man In The Rain" klingt wie eine Kopie des alten Gassenhauers. (aus Kulturnews)
 


Oldfield hat seinen Bells-Zyklus zur Trilogie ausgebaut. Wer nach dem Excerpt in "The Essential" mit einer Techno-Platte rechnete, wird enttäuscht. Die House-Version des Glockenspiel-Themas umrahmt nur eine Kollektion unterschiedlichster, eher altmodischer Tracks zwischen Rock, Ambient, Folk und Flamenco. War "Tubular Bells II" die zeitgemäße Spiegelung des Millionen-Debüts des Multiinstrumentalisten, so entfernt sich Oldfield nun vom Prinzip der organischen, quasi symphonischen Weiterentwicklung. Teil 3 ist statt dessen im Stil einer Suite aufgebaut und wirft nur ab und zu einen wehmütigen Blick auf drei, vier altbekannte Motive: die Glöckchen, die Hard-Rock-Passagen, die melancholische Einleitung zum Bells-Finale und natürlich das Finale selbst, das diesmal mit den Trommeln aus "Ommadawn" zur ekstatischen Teufelsaustreibung gesteigert wird. Mittendrin versteckt sich "Moonlight Shadow II": Der Ohrwurm "Man In The Rain" mit Polar Star-Sängerin Cara ist bis hin zu Sound-Details und zum Solo eine fast schon selbstironische Eins-zu-eins-Kopie des Welthits. (aus Wildwechsel)