Lichtprojekt bringt Mike Oldfield nach Berlin
Mit der angeblich größten Lichtshow aller Zeiten wollen
Performance-Künstler den Jahreswechsel an der Berliner
Siegessäule begehen
Superstar des aus 250 Scheinwerfern bestrahlten Spektakels
namens "Art In Heaven" soll der britische Rockstar Mike Oldfield
sein. "Das Lichtprojekt wird alles sprengen, was es bislang zu
diesem Thema gab", sagte "Art In Heaven"-Produzent Achim
Perleberg am Montag vor Journalisten. Oldfield will in den
ersten Stunden des neuen Jahres seine CD "The Millennium Bell"
vorstellen. Regisseur des Lichtprojektes ist der frühere
Showregisseur der Einstürzenden Neubauten, Gert Hof.
Zu der Show werden neben zwölf gigantischen Heliumballons auch
Pyrotechnik und 250.000 Taschenlampen gehören, mit denen das
Publikum in die Performance einbezogen werden soll. Der Eintritt
zu dem 24 Millionen Mark teuren Spektakel soll frei sein. Ein
Vermarktungsprogramm der Lichtshow werde, so Perleberg, zusammen
mit einer anschließenden Tournee das Geld einspielen. Allein der
Verkaufserlös der Taschenlampen wird etwa 1,75 Millionen Mark in
die Kassen bringen.
Für Oldfield ist der Auftritt zum Beginn des Jahres 2000 eine
große Ehre. Seit langem habe er daran gedacht, wieder in Berlin
zu spielen. Deutschland sei in den 80er Jahren sein wichtigster
Markt in Europa gewesen, sagte der Sänger.
Höhepunkt am 1. Januar kurz nach Mitternacht ist nach Perlebergs
Worten die Neukomposition eines schon bekannten Oldfield-Stückes
von etwa zehn Minuten Länge. Auch die Klassikfreunde sollen mit
einem halbstündigen Auftritt der Staatskapelle St. Petersburg
auf ihre Kosten kommen. Ein Teil des Erlöses soll einer Stiftung
zur Behandlung von Netzhautentzündungspatienten zukommen.
(aus Hamburger Morgenpost, 1999)
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