Mike Oldfield: Lang nicht gesehen, wie geht´s
Sein Debütalbum "Tubular Bells" machte 1973 nicht nur Mike
Oldfield, 54, sondern auch dessen jungen Plattenboss Richard
Branson reich. In den 80ern feierte Oldfield dann Riesenerfolge
mit Maggie Reilly ("Moonlight Shadow"), Bonnie Tyler ("Islands")
und seiner damaligen Partnerin Anita Hegerland, mit der er zwei
Kinder hat. Mit seiner jetzigen Frau Fanny lebt er in London.
Sie haben einen Sohn, weiterer Nachwuchs ist unterwegs. Ein
neues Album erscheint 2008.
Sie haben lange auf Ibiza gelebt. Warum zogen Sie zurück ins
graue England?
Mike Oldfield: Ich habe zuviel getrunken, nicht genug
geschlafen. Als ich Ibiza 1999 verließ, wurde ich plötzlich
wieder produktiv. Ich machte zwei Alben auf einmal, ging auf
Tour und trat bei der Jahrtausendfeier an der Berliner
Siegessäule auf.
Sie gelten als schüchtern...
Mike Oldfield: Ich bin nicht gesellig, wenn Sie das meinen. Ich
kann zwar vor vielen Menschen auftreten, aber ich hasse es,
herumzusitzen und Unsinn zu reden. Am liebsten würde ich auch in
Interviews nur antworten, indem ich auf der Gitarre spiele. Ich
hasse Worte, das ist alles nur Blablabla.
Aber mit Ihrer Familie sprechen Sie doch?
Mike Oldfield: Ich und mein dreijähriger Sohn, wir singen uns
gegenseitig an. Worte zu singen, das ist eine viel bessere
Kommunikation.
Womit vertreiben Sie sich außer mit Musik die Zeit?
Mike Oldfield: Mit allem, was mit Wissenschaft zu tun hat:
Medizin, Psychologie, Architektur, das ist doch alles spannender
als etwa Fußball.
(aus Bunte, 2007)
|